
EU Handels-Ausschuss besucht die Schweiz
31.03.2026 um 13:38 Uhr
Quentin Benault neuer Geschäftsführer von e-LOGIK
31.03.2026 um 15:33 UhrDie Kontrollen an Schweizer Flughäfen und Grenzübergängen zeigen häufig, dass vermeintlich harmlose Souvenirs oder Luxusartikel aus Materialien gefährdeter Tierarten oder Pflanzen gefertigt sind. In der Schweiz ist die Einfuhr von Produkten wie Elfenbein, Alligatorenleder und anderen Erzeugnissen geschützter Arten entweder verboten oder nur mit einer speziellen Genehmigung gemäß dem CITES-Artenschutzabkommen erlaubt. Um das Bewusstsein für diese Vorschriften zu schärfen, präsentiert das Schweizerische Zollmuseum die Ausstellung „Artenschutz betrifft uns alle“. Diese wird am 5. April 2026 eröffnet und markiert den Beginn der Saison 2026.
Illegale Einfuhren und deren Folgen
Mitarbeitende des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) sind regelmäßig mit der illegalen Einfuhr von Waren konfrontiert. Zu den häufigsten sichergestellten Gegenständen zählen Accessoires und Uhrenarmbänder aus Reptilienleder sowie kostbare Shahtoosh-Wollschals. Verstöße gegen die Einfuhrvorschriften können zur Beschlagnahme der Waren und zur Verhängung von Geldstrafen führen. Neben den Kontrollen ist die Prävention von großer Bedeutung. Aus diesem Grund werden die Mitarbeitenden des BAZG speziell geschult und erhalten Unterstützung von speziell ausgebildeten Hunden, die darauf trainiert sind, illegale Waren aufzuspüren. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Behörden und internationalen Partnern ist ebenfalls entscheidend, um den illegalen Handel mit geschützten Arten zu bekämpfen.
Die Ausstellung in den Cantine di Gandria, die mit Unterstützung des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) umgesetzt wurde, bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Artenschutz auseinanderzusetzen. Hier wird erläutert, wie das CITES-Abkommen funktioniert, welche Risiken mit dem illegalen Handel verbunden sind und welche Rolle der Zoll bei der Durchsetzung dieser Vorschriften spielt.
Einblicke in die Welt des Artenschutzes
Ein Teil der vom Zoll sichergestellten Waren wird im Lager des BLV aufbewahrt, während einige dieser Objekte im Schweizerischen Zollmuseum ausgestellt sind. Dazu gehören ein Tischchen mit einem Bein aus einem Elefantenfuß, Elfenbeinschnitzereien, Tierschädel, ausgestopfte Schlangen und Orchideensuppen. Die Ausstellung bietet multimediale Inhalte, ein Spiel für Kinder und eine große Schautafel, die die Besucher auf eine Entdeckungsreise zum Thema Artenschutz mitnimmt. Zu den auffälligsten Exponaten zählen zwei Elefantenstoßzähne, die in ihrer Größe einem Menschen entsprechen.
Zusätzlich zur Ausstellung „Artenschutz betrifft uns alle“ können die Besucher auch die Ausstellung „Eine Geschichte von Armut und Verfolgung“ sowie die Fotoausstellung „Migration“ besichtigen. Das Schweizerische Zollmuseum öffnet am Sonntag, dem 5. April 2026, seine Türen und ist bis zum 18. Oktober 2026 von Dienstag bis Sonntag zwischen 12.00 und 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.




