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16.03.2026 um 17:30 UhrDer Nationalrat hat in seiner gestrigen Sitzung wichtige Beschlüsse zur Weiterentwicklung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) gefasst. Diese Änderungen werden als bedeutender Schritt in Richtung Dekarbonisierung des Schwerverkehrs und zur Schaffung von Planungssicherheit für das Transportgewerbe angesehen. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüßt insbesondere die gesetzliche Garantie für Rabatte auf E-Lkw ab dem Jahr 2031. Allerdings wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Tarife für Fahrzeuge der EURO-Norm 7 zu überarbeiten.
Die ASTAG zeigt sich erfreut über die Integration von Elektrofahrzeugen in die LSVA-Systematik. Diese Maßnahme wird als sinnvoll erachtet, da auch E-Fahrzeuge die Straßeninfrastruktur in Anspruch nehmen. Der Verband betont, dass der Übergang zu alternativen Antrieben im Schwerverkehr entscheidend für die Erreichung der Klimaziele ist, jedoch mit hohen Kosten für die Transportunternehmen verbunden ist. Daher ist es aus Sicht der ASTAG wichtig, dass E-Fahrzeuge für eine Übergangszeit von Rabatten auf die LSVA profitieren können. Thierry Burkart, Zentralpräsident der ASTAG, hebt hervor, dass die gesetzliche Verankerung von Rabatthöhe und -dauer eine wesentliche Verbesserung der Planungssicherheit darstellt. Dies schafft die Voraussetzungen für einen weiteren Ausbau alternativer Antriebstechnologien. Zudem wird positiv gewertet, dass die Revision der LSVA erst im Jahr 2031 erfolgen soll, was den Unternehmen ausreichend Zeit gibt, um den Umstieg auf E-Lkw zu planen.
EURO 7: Unterstützung für kleine Unternehmen
Ein zentrales Anliegen des Verbands ist die Chancengleichheit für kleine und mittelständische Unternehmen, die in der Branche stark vertreten sind. Diese Unternehmen verfügen oft über begrenzte Liquidität und Eigenkapital, was es ihnen erschwert, in Elektro-Lastwagen zu investieren, die in der Anschaffung deutlich teurer sind als Diesel-Lkw. Die ASTAG fordert, dass diese Unternehmen die Möglichkeit erhalten, die Zeit bis zur Angleichung der Kaufpreise mit modernen, fossil betriebenen Lastwagen zu überbrücken, ohne durch hohe LSVA-Tarife benachteiligt zu werden.
Die EURO-Norm 7 soll die Schadstoffbilanz im Schwerverkehr weiter verbessern, indem sie unter anderem die zulässigen Grenzwerte für Stickoxide halbiert. Burkart betont, dass auch kleinere Unternehmen die Chance erhalten müssen, auf nachhaltigere Fahrzeuge umzusteigen. Ein Verzicht auf günstigere Tarife für Fahrzeuge der EURO-Norm 7 könnte dazu führen, dass regional verwurzelte Familienbetriebe durch übermäßige fiskalische Belastungen vom Markt verdrängt werden. Dies würde nicht nur diesen Unternehmen schaden, sondern auch die gesamte KMU-Landschaft in der Schweiz gefährden.






