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CAMION TRANSPORT bildet elektrisch aus
09.07.2026 um 09:57 UhrDie Schweiz ist im Fussballfieber. Aber Sportbegeisterung kann auch schädlich sein. Am 22. Juni 2026 führten das Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG), Swissmedic sowie Swiss Sport Integrity (SSI) eine gemeinsame Schwerpunktaktion gegen den illegalen Handel mit Peptiden durch. Ziel der Aktion war es, Sendungen zu kontrollieren, die möglicherweise illegal importierte Peptide oder ähnliche Substanzen enthielten. Die Ergebnisse der Kontrollen verdeutlichen die zunehmende Problematik des Handels mit solchen Produkten über unregulierte Online-Kanäle, die oft ohne Zulassung und Qualitätsgarantie angeboten werden.
Im Rahmen der Aktion wurden insgesamt 46 Sendungen mit verdächtigen peptidhaltigen Präparaten überprüft. Dabei wurden 23 Sendungen zurückbehalten, von denen 21 als Dopingmittel und zwei als Arzneimittel klassifiziert wurden. Obwohl die Mengen der zurückbehaltenen Produkte innerhalb der gesetzlichen Toleranzgrenzen lagen, mussten sie aufgrund der Gesundheitsrisiken freigegeben werden. Die Empfänger erhielten jedoch einen Begleitbrief, in dem sie darauf hingewiesen wurden, dass die Anwendung der Produkte auf eigene Verantwortung erfolgt. Ein Grossteil der kontrollierten Sendungen, etwa 80%, stammte aus Polen und war häufig falsch deklariert.
Wachsende Risiken durch unregulierte Angebote
Die Kontrollen zeigen, dass die Vermarktung solcher Produkte zunehmend professionell erfolgt und es für Verbraucher schwierig ist, unseriöse Angebote zu erkennen. Peptide werden häufig mit Versprechungen beworben, die eine schnelle Lösung für verschiedene körperliche Ziele versprechen, wie etwa Muskelaufbau, Gewichtsreduktion oder gesteigerte Leistungsfähigkeit. Diese Substanzen sind jedoch oft nicht ausreichend geprüft und in der Schweiz nicht als Arzneimittel zugelassen.
Peptide sind Moleküle, die aus Aminosäuren bestehen und teilweise auch im menschlichen Körper vorkommen. Während peptidbasierte Wirkstoffe seit Jahrzehnten in der Medizin eingesetzt werden, sind viele der im Internet angebotenen Produkte nicht für den menschlichen Gebrauch geeignet. Sie werden häufig als „Research Chemicals“ oder „nicht für den menschlichen Gebrauch“ deklariert, während sie gleichzeitig zur Anwendung am Menschen beworben werden. Die tatsächliche Zusammensetzung und Dosierung dieser Produkte bleibt oft unklar, was zu unerwünschten Wirkungen führen kann.
Gesundheitsrisiken und rechtliche Konsequenzen
Die Herstellung und Formulierung von Arzneimitteln auf Peptidbasis ist komplex und unterliegt strengen gesetzlichen Anforderungen. Produkte aus unkontrollierten Quellen können chemisch oder mikrobiologisch verunreinigt sein, was insbesondere bei injizierbaren Präparaten schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Zudem sind viele dieser Substanzen im Sport verboten, was für Athleten ein zusätzliches Risiko darstellt. Swiss Sport Integrity bewertet entsprechende Fälle und ergreift Maßnahmen im Rahmen ihrer Zuständigkeit.
Die Behörden warnen auch vor den rechtlichen Konsequenzen des Vertriebs solcher Produkte. Webseiten, die in der Schweiz nicht zugelassene Arzneimittel anbieten, können rechtliche Schritte nach sich ziehen. Der Vertrieb von unkontrollierten Produkten ist illegal, unabhängig von der Deklaration als „Research Chemical“ oder „Nahrungsergänzungsmittel“.
Swissmedic und SSI raten dringend davon ab, Peptide oder ähnliche Substanzen von unbekannten Anbietern über das Internet zu bestellen. Diese Produkte stellen keine sichere Lösung für Leistungssteigerung oder gesundheitliche Verbesserungen dar, sondern bergen erhebliche Risiken für die Gesundheit. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Fragen zu Behandlungen sollte stets eine medizinische Fachperson konsultiert werden.





