
Herzog leitet Militzer & Münch Schweiz
11.05.2026 um 09:13 UhrHapag-Lloyd und Kuehne+Nagel intensivieren ihre langjährige Partnerschaft und arbeiten erstmals gemeinsam an emissionsreduzierten Lösungen für den Seetransport. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Kuehne+Nagel das Produkt „Ship Green“ von Hapag-Lloyd nutzen, um den CO₂-Fußabdruck seiner Seefrachttransporte zu verringern.
Vereinbarung zur Reduktion von Emissionen
Die Vereinbarung stellt einen bedeutenden Schritt in der Zusammenarbeit der beiden Unternehmen dar. Für den Zeitraum von April bis Dezember 2026 werden etwa 3.300 TEU Fracht, die auf der Handelsroute von Ostasien nach Nordeuropa transportiert wird, unter diese Vereinbarung fallen. Durch den Einsatz von zertifizierten biobasierten Kraftstoffen, die aus Abfällen und Rückständen gewonnen werden, wird erwartet, dass rund 2.979 Tonnen CO₂e-Emissionen auf Basis des gesamten Lebenszyklus vermieden werden.
Danny Smolders, Geschäftsführer Global Sales bei Hapag-Lloyd, äußerte sich zu der Partnerschaft: „Wir sind stolz darauf, unsere Zusammenarbeit mit Kuehne+Nagel auf die nächste Stufe zu heben. Mit Ship Green bieten wir eine skalierbare Lösung, die es unseren Kunden ermöglicht, ihre Scope-3-Emissionen aktiv zu reduzieren. Diese Vereinbarung zeigt, wie starke Partnerschaften in greifbarem Klimaschutz umgesetzt werden können.“
Paolo Montrone, Leiter Global Sea Logistics bei Kuehne+Nagel, ergänzte: „Die Dekarbonisierung des Schiffsverkehrs erfordert Transparenz, Zusammenarbeit und wirtschaftlich tragfähige Lösungen. Durch starke Partnerschaften, transparente Emissionsdaten und die Ermöglichung von Scope-3-Reduktionen helfen wir unseren Kunden, auf glaubwürdige und marktorientierte Weise zu navigieren, die darauf abzielt, die Nutzung alternativer Kraftstoffe zu beschleunigen. Wir freuen uns, unsere Zusammenarbeit mit Hapag-Lloyd auszubauen, um dies zu verwirklichen.“
Mechanismus zur Emissionsverringerung
Die Vereinbarung basiert auf einem Buch-und-Anspruch-Mechanismus, der es Kunden ermöglicht, verifizierte Emissionsreduktionen geltend zu machen, unabhängig von der physischen Kraftstoffzuweisung an bestimmte Schiffe oder Routen. Nur die Emissionsreduktionen aus Biokraftstoffen, die in der Flotte von Hapag-Lloyd verwendet werden, werden Kuehne+Nagel zugeordnet. Dieses Modell ermöglicht skalierbare Klimaschutzmaßnahmen und nutzt biobasierte Kraftstoffe als Übergangslösung.
Beide Unternehmen haben sich ehrgeizige Klimaziele gesetzt. Hapag-Lloyd strebt an, bis 2045 eine Netto-Null-Betriebsbilanz für seine Flotte zu erreichen, während Kuehne+Nagel sich verpflichtet hat, bis 2050 Netto-Null-Emissionen in der gesamten Wertschöpfungskette zu erreichen. Die Bereitstellung nachhaltiger Logistiklösungen für Kunden ist ein zentraler Hebel zur Erreichung dieser Ziele.
Durch die Zusammenarbeit und die Nutzung nachhaltiger maritimer Kraftstoffe sowie des Buch-und-Anspruch-Ansatzes tragen Kuehne+Nagel und Hapag-Lloyd zur Transformation der Schifffahrtsindustrie in eine nachhaltigere Zukunft und zur Energiesouveränität bei.







