
EuroAirport erzielt stabiles Ergebnis 2025
07.05.2026 um 18:56 UhrDer erste Automated Mobility Summit (AMS) fand am 4. und 5. Mai 2026 im Switzerland Innovation Park Zurich in Dübendorf statt. Die Veranstaltung, organisiert von der Swiss Association for Autonomous Mobility (SAAM), brachte über 300 Fachleute aus Europa, Asien und den USA zusammen. Ziel war es, den aktuellen Stand der autonomen Mobilität zu bewerten und die notwendigen Schritte zu definieren, um Pilotprojekte in dauerhafte Anwendungen zu überführen.
Ein starkes Signal für die Branche
Der AMS gilt als einer der bedeutendsten Anlässe zur automatisierten Mobilität in Europa. Die Teilnehmenden umfassten CEOs, nationale Politiker, Vertreter von Transportunternehmen sowie Regulierungsbehörden. Vor Ort waren acht autonome Fahrzeuge, darunter zwei für Live-Testfahrten und sechs für die Besichtigung. Die zentrale Botschaft der Veranstaltung war, dass autonome Mobilität kein Experiment mehr ist, sondern bereits auf Schweizer Straßen im Einsatz ist. Seit 2015 sind in der Schweiz 33 automatisierte Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen unterwegs, und bis 2028 sollen es schätzungsweise 100 sein. Damit zählt die Schweiz zu den führenden Ländern in Europa im Bereich autonomer Fahrzeuge.
Aktuelle Projekte und Entwicklungen
Verschiedene Projekte zeigen die Fortschritte in der Schweiz. So wird in Bern die erste Level-4-Paketzustellung im städtischen Betrieb durch Loxo und Planzer realisiert. Embotech berichtet von täglich über 3.000 autonom bewegten Fahrzeugen in Fabriken und Häfen. In Arbon fährt ein automatisierter Bus mit 20 Passagieren sieben Tage die Woche durch das Stadtzentrum. In der Region Genf sind 15 Level-4-On-Demand-Shuttles geplant, die bald die Grenze zu Frankreich überqueren sollen. Auch im ländlichen Raum wird mit bis zu 25 Robotaxis für app-basiertes Ride-Pooling experimentiert. Weitere Initiativen umfassen den autonomen öffentlichen Verkehr im Furttal und die geplante Einführung autonomer Mitarbeiter-Shuttles am Flughafen Zürich ab dem dritten Quartal 2026.
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Strategische Überlegungen für die Zukunft
Ein hochrangiges Podium, moderiert von Mélanie Freymond, diskutierte die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der autonomen Mobilität in der Schweiz. Die Teilnehmenden, darunter Jürg Röthlisberger, Direktor des Bundesamts für Strassen (ASTRA), und Barbara Schaffner, Nationalrätin, kamen zu dem Schluss, dass die Schweiz über die nötigen Voraussetzungen verfügt. Es fehle jedoch an strategischem Mut, um die Vision einer sichereren und nachhaltigeren Mobilität für die Bevölkerung zu verwirklichen.
Die SAAM hat eine Roadmap entwickelt, die Visionen, Ziele und Meilensteine bis 2040 für den Personen-, Güter- und Individualverkehr umfasst. Ziel ist es, automatisierte Fahrzeuge in das Mobilitätssystem zu integrieren, um es sicherer und zugänglicher zu gestalten. Die Roadmap sieht vor, dass automatisierte Fahrzeuge innerhalb von 15 Jahren Teil des Schweizer Alltags werden, sofern jetzt die richtigen Entscheidungen getroffen werden.
Finanzierungsherausforderungen
Die Finanzierung der autonomen Mobilität stellt eine zentrale Herausforderung dar. Jährlich investiert die Schweiz rund CHF 8 Milliarden in Subventionen für den öffentlichen Verkehr. Ein Teil dieser Mittel müsste umgewidmet oder neue Budgetposten geschaffen werden, um den Übergang zur autonomen Mobilität zu unterstützen. Der Summit verdeutlichte, dass das Geschäftsmodell für Level-4-Fahrzeuge im öffentlichen Verkehr nicht von selbst tragfähig ist. Eine Co-Investition der öffentlichen Hand in der Übergangsphase wird als notwendig erachtet, um das Potenzial der autonomen Mobilität als öffentliches Gut zu realisieren.






