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11.06.2026 um 11:59 Uhr
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11.06.2026 um 15:00 UhrWenige Tage vor dem G7-Gipfel in Évian-les-Bains haben Vertreter des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Schweizer Armee und des Bundesamts für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) gemeinsam mit den Kantonsbehörden in Genf die Sicherheitsmaßnahmen für das bevorstehende Treffen vorgestellt. Der Gipfel, der vom 15. bis 17. Juni 2026 stattfindet, wird von Frankreich organisiert. Bundespräsident Guy Parmelin wird die Staats- und Regierungschefs der teilnehmenden Länder in Genf empfangen.
Sicherheitsvorkehrungen und militärische Unterstützung
Botschafter Alain Gaschen, der Delegierte des Bundesrates für den G7-Gipfel, betonte während einer Medienkonferenz am 11. Juni 2026 die gemeinsame Zielsetzung von Schweiz und Frankreich: die sichere und erfolgreiche Durchführung des Gipfels. Er hob die Bedeutung dieser Dialogplattform in einer zunehmend konfliktbeladenen Welt hervor und unterstrich die Rolle Genfs als zugängliche multilaterale Plattform für den Dialog.
Im Rahmen der Sicherheitsvorkehrungen wird die Schweizer Armee die Kantone Genf, Waadt und Wallis mit rund 4000 Soldatinnen und Soldaten im Assistenzdienst unterstützen. Dieser Einsatz zielt darauf ab, die zivilen Sicherheitsorgane zu entlasten und den Kantonsbehörden zusätzliche Kapazitäten in den Bereichen Schutz sensibler Infrastrukturen, Überwachung, Aufklärung und Logistik zur Verfügung zu stellen. Zudem wird die Armee spezialisierte Unterstützung in Bereichen wie Lufthoheit, Lufttransport, Cybersicherheit und ABC-Schutz leisten.
Wiedereinführung von Grenzkontrollen
Der Bundesrat hat Anfang Mai der vorübergehenden Wiedereinführung von Grenzkontrollen an den Binnengrenzen des Schengen-Raums zu Frankreich zugestimmt. Diese Maßnahme ermöglicht es, die Kontrollen je nach Lageentwicklung und Risiken zu verstärken. Die Genfer Polizei hat die Schließung mehrerer Grenzübergänge beantragt. Unabhängig von den Binnengrenzkontrollen wird die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache Frontex das BAZG bei den Kontrollen an den Schengen-Außengrenzen am Flughafen Genf unterstützen, um zusätzliche Ressourcen für die Kontrollen an den Landesgrenzen freizusetzen.
Die enge Zusammenarbeit zwischen den Kantonsbehörden und den betroffenen Bundesstellen, darunter das EDA, das Bundesamt für Polizei, das Staatssekretariat für Sicherheitspolitik, die Schweizer Armee, das Bundesamt für Cybersicherheit, der Nachrichtendienst des Bundes und das BAZG, wurde von Botschafter Gaschen hervorgehoben. Er wies darauf hin, dass der Bund 80 Prozent der Sicherheitskosten der Kantone Genf, Waadt und Wallis übernimmt.
Empfang der Delegationen in Genf
Der G7-Gipfel wird in Évian-les-Bains in der Haute-Savoie stattfinden. Obwohl die Schweiz nicht offiziell zum Gipfel eingeladen ist, wird Bundespräsident Guy Parmelin voraussichtlich an einigen Veranstaltungen im Rahmen des Gipfels teilnehmen. Der Empfang der Delegationen in Genf wird eine zentrale Rolle in der Durchführung des Gipfels spielen und die diplomatischen Beziehungen zwischen den teilnehmenden Ländern weiter stärken.







