
Swisslog erweitert sein Pallet-Shuttle-System
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Felix Transport AG übernimmt Steiner Logistic AG
23.04.2026 um 09:33 UhrVolatile Rahmenbedingungen und ein wachsender Wettbewerbsdruck zwingen Unternehmen in vielen Branchen dazu, die Kosten der Intralogistik eingehend zu überprüfen. Ferag Solutions hat darauf reagiert und setzt auf eine umfassende Analyse der Lagerhaltung sowie auf den gezielten Einsatz von Automatisierungstechnologien zur Optimierung von Fulfillment-Prozessen.
Neuer Ansatz zur Kostenbewertung
Das Unternehmen hat ein Konzept entwickelt, das auf der Kennzahl CoOF (Cost of Order Fulfillment) basiert. Diese Kennzahl erfasst nicht nur die direkten Kosten der Intralogistik, sondern berücksichtigt auch alle relevanten Faktoren wie Arbeitsaufwand, Handling, Platzbedarf, Energieverbrauch, Software, Wartung und Rücksendungen pro abgewickeltem Auftrag. Durch die Analyse dieser Daten können Unternehmen erkennen, wie Betriebsstrukturen, die Qualität der Prozesse und die Auswahl bestimmter Technologien die Rentabilität der Lagerhaltung beeinflussen. Der CoOF-Faktor ermöglicht es, den Nutzen von Investitionen anhand konkreter Stückkosten zu bewerten, was eine effizientere Steuerung der Fulfillment-Prozesse zur Folge hat.
Identifikation von Einsparpotenzialen
Mit dem CoOF-Ansatz können Unternehmen frühzeitig Fehlerkosten, Personalbedarf und Prozessrisiken identifizieren. Dies hilft, die Komplexität der Auftragsabwicklung zu reduzieren und gleichzeitig die Leistung sowie die Systemverfügbarkeit zu verbessern. Ein bedeutendes Einsparpotenzial liegt im Bereich der Personalkosten, die häufig mehr als die Hälfte der Gesamtkosten der Auftragsabwicklung ausmachen. Auch in den Bereichen Kommissionierung und Konsolidierung können Fehler erhebliche Zusatzkosten verursachen. In der Modebranche beispielsweise machen Retouren bis zu 35 % der Fulfillment-Kosten aus, während Zeitverzögerungen die Gewinnmargen schmälern und Lagerbestände binden. Zudem spielt die Flächennutzung eine entscheidende Rolle: Während bodenbasierte Systeme viel Platz benötigen, können vertikale Systeme die Flächeneffizienz um bis zu 60 % steigern.
Automatisierung als Kostenfaktor
In der Praxis zeigen sich oft hybride Kombinationen verschiedener Technologien als effektiv, um die Betriebskosten zu senken. Autonome mobile Roboter (AMR) bieten Flexibilität und Skalierbarkeit, haben jedoch im Vergleich zu stationären Automatisierungslösungen einen geringeren Durchsatz. Shuttle-Systeme sind bei hoher Lagerdichte für den E-Commerce geeignet, erfordern jedoch hohe Anfangsinvestitionen und sind oft starr angeordnet. Taschensorter wie *ferag.skyfall* kombinieren Sortieren, Puffern und Sequenzieren in einem System und sparen Energie, benötigen jedoch ausreichend hohe Räumlichkeiten für die Installation. Durch die gezielte Anwendung des CoOF-Faktors können Unternehmen die am besten geeigneten Lösungen präziser identifizieren, als es mit herkömmlichen Kennzahlen möglich ist.





