
Verkehrshaus eröffnet Ausstellung zu Schweizerischen Rheinhäfen
24.06.2026 um 12:48 Uhr
Nestlé eröffnet Verteilzentrum in Kalifornien
24.06.2026 um 13:34 UhrDie Schweizerische Post unterstützt die vom Bundesrat vorgeschlagene Postreform, die eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Grundversorgung gewährleisten soll. Diese Reform zielt darauf ab, die Angebote der Post an die sich verändernden Bedürfnisse der Kunden anzupassen und dabei sowohl physische als auch digitale Dienstleistungen zu kombinieren. Konzernleiter Pascal Grieder betont, dass es für die Post entscheidend sei, weiterhin unternehmerisch handeln zu können, um innovativ zu bleiben und die Grundversorgung eigenfinanziert zu erbringen.

Flexibilität für die Grundversorgung
Ein zeitgemäßer Service public ist für die Schweiz von großer Bedeutung. Der Vorschlag des Bundesrats schafft die notwendige Flexibilität, um die gesetzlich verankerte Grundversorgung schneller an die veränderten Kundenbedürfnisse anzupassen. Gleichzeitig wird der zuverlässige Service public für die Bevölkerung und die Wirtschaft gesichert. Grieder erklärt: „Der Vorschlag des Bundesrates schafft einen klaren Rahmen. Wenn sich das Kundenverhalten stark verändert, kann die Post zusammen mit der Politik nötige Anpassungen in die Wege leiten.“ Die Veränderungen im Alltag der Menschen erfordern angepasste Rahmenbedingungen, da die Anzahl der versendeten Briefe jährlich zurückgeht und immer weniger Rechnungen in Postfilialen bezahlt werden.
Dynamische Regulierung als Schlüssel
Die Vorlage des Bundesrats setzt auf eine dynamische Regulierung, bei der die Nachfrage von Bevölkerung und Wirtschaft der entscheidende Faktor für die Anpassung der Vorgaben zur Grundversorgung ist. Sollte beispielsweise die Anzahl der Einzahlungen am Schalter stark zurückgehen, kann die Post beim Bundesrat eine Anpassung der gesetzlichen Vorgaben beantragen. Grieder erläutert: „Wenn wir pro Person beispielsweise nur noch knapp zwei Briefe pro Woche im Briefkasten haben, dann sollten wir darüber sprechen, ob die Pöstlerin tatsächlich jeden Tag vorbeikommen soll.“ Die Anpassungen sollen schrittweise und innerhalb klarer Grenzen erfolgen, wobei ein Mindestangebot an postalischen Leistungen stets gesichert bleibt.
Modernisierung des Postorganisationsgesetzes
Neben den Vorgaben für die Grundversorgung wird auch das Postorganisationsgesetz erneuert, das die wirtschaftliche Entwicklung der Post regelt. Die Grundversorgung wird eigenwirtschaftlich erbracht und kostet derzeit rund 360 Millionen Franken jährlich. Grieder hebt hervor, dass 90 Prozent der Einnahmen auf dem freien Markt erzielt werden, was direkt in den Service public fließt. Um dies auch in Zukunft zu gewährleisten, benötigt die Post ausreichend unternehmerischen Handlungsspielraum. Die ganzheitliche Modernisierung der Postgesetzgebung wird als notwendig erachtet, um das Gleichgewicht des Erfolgsmodells nicht zu gefährden. Grieder betont, dass die gesamtheitliche Revision ein ausgewogenes Modell schafft, das den Service public stärkt, Innovationen ermöglicht und die Zukunft der Post sichert.




