
Schweizerische Post mit Ertragsrückgang 2025
12.03.2026 um 13:07 UhrDie Entwicklung des alpenquerenden Güterverkehrs zeigt im Jahr 2025 einen besorgniserregenden Trend. Laut dem am 12. März 2026 veröffentlichten Semesterbericht des Bundesamts für Verkehr (BAV hat die Schiene erneut Marktanteile an die Straße verloren. Der Anteil der Schiene am gesamten alpenquerenden Gütertransport sank auf 68,6 Prozent, was einem Rückgang von 1,7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Während die Zahl der Lastwagen, die durch die Alpen fuhren, mit 960.000 konstant blieb, verzeichnete der Schienentransport einen Rückgang von 7,5 Prozent.
Ursachen für den Rückgang
Die Ursachen für diesen Rückgang sind vielfältig. Ein wesentlicher Faktor ist die unzureichende Qualität und Zuverlässigkeit des Schienengüterverkehrs, insbesondere entlang der europäischen Nord-Süd-Achsen. Baustellen und Streckenunterbrüche in Deutschland haben die Situation zusätzlich verschärft. Diese infrastrukturellen Probleme, kombiniert mit einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld, haben dazu geführt, dass der Schienentransport weniger attraktiv für die Transportunternehmen ist.
Bundesrat plant Gegenmaßnahmen
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, hat der Bundesrat im Verlagerungsbericht Ende 2025 angekündigt, die bis 2030 befristeten Betriebsbeiträge für den kombinierten Verkehr zu verlängern. Die entsprechenden Motionen der Verkehrskommissionen von National- und Ständerat wurden zur Annahme beantragt. Diese Maßnahmen sollen den Transportunternehmen eine langfristige Planungs- und Investitionssicherheit bieten. Zudem sind befristete finanzielle Anreize vorgesehen, um die Auswirkungen der geplanten Einstellung der „Rollenden Landstraße“ ab Dezember 2025 abzufedern.
Ein weiterer Schritt des Bundesrates ist die Förderung einer raschen Modernisierung der Bahninfrastruktur in den Nachbarländern. Der Bundesrat wird sich dafür einsetzen, dass die Bauarbeiten international gut koordiniert werden und ausreichend leistungsfähige Umleitungsmöglichkeiten für den Schienengüterverkehr bereitstehen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit des Schienentransports zu stärken und die Attraktivität des alpenquerenden Güterverkehrs insgesamt zu erhöhen.





