
Neuartige Ladeanlage für Post-Nutzfahrzeuge
30.04.2026 um 13:04 Uhr
Pharmaindustrie diskutiert Logistikinnovationen in Basel
04.05.2026 um 08:30 UhrDie Schweizer Bundesbehörden haben im Rahmen eines Verfahrens gegen organisierte Kriminalität mehrere Personen festgenommen. Grundlage bilden Mitteilungen der Schweizer Bundesanwaltschaft und des Bundesamtes für Polizei (fedpol) vom 28. April 2026. Dabei geraten die Schweizerischen Rheinhäfen in den Blickpunkt, da sie da sie laut einem zuerst in der Basler Zeitung veröffentlichten Bericht, das Einfallstor für Kokain in der Schweiz bilden
Gemäss Bundesanwaltschaft wurden insgesamt sechs Personen verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, sich an einer kriminellen Organisation beteiligt sowie qualifizierte Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz begangen zu haben. Die Ermittlungen erfolgen in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Behörden, unter anderem in Frankreich und Deutschland. Hausdurchsuchungen fanden auch in der Region Basel statt.
Im Fokus steht zudem ein Mitarbeiter von fedpol. Dieser steht im Verdacht, vertrauliche Informationen gegen Entgelt weitergegeben zu haben. Geprüft werden unter anderem Bestechlichkeit, Amtsgeheimnisverletzung und Begünstigung. fedpol bestätigt, dass interne Auffälligkeiten erkannt und an die Bundesanwaltschaft gemeldet wurden.
Hafen Antwerpen als Ausgangspunkt
Auch wenn die offiziellen Mitteilungen der Bundesbehörden keinen direkten Bezug zu den Rheinhäfen herstellen, rückt der Fall indirekt den Logistikraum Basel in den Fokus. Laut Medienberichten – unter anderem der Basler Zeitung – liegt ein Schwerpunkt der Ermittlungen in der Nordwestschweiz, wo Festnahmen und Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden.
Die Region Basel bildet mit den Schweizerischen Rheinhäfen einen zentralen Zugang der Schweiz zu den internationalen Seehäfen und ist Teil eines der wichtigsten europäischen Transportkorridore. Die enge Verzahnung von Binnenhafen, Bahn und Strasse macht den Standort zu einem bedeutenden Umschlagplatz für internationale Warenströme.
In den zitierten Fällen kam die Ware jeweils über den Rhein nach Basel. Ausgangspunkt war jeweils der Hafen Antwerpen in Belgien.
Die Schweizerischen Rheinhäfen geraten dabei unverschuldet in den Fokus, wobei der Bericht in der Basler Zeitung auch die Sicherheitskontrollen in den Häfen von Basel und Birsfelden als lasch kritisiert. Das könnte sich nun ändern. Als Konsequenz aus den Vorfällen wollen die beiden Schweizer Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft der Europäischen Hafenallianz beitreten. Eine Delegation der beiden Kantone war deshalb kürzlich zu Besuch in Antwerpen. Auch der Schweizer Bundesrat prüft gemäss einem Bericht auf SRF prüft einen Beitritt.
Das Verfahren ist weiterhin hängig, es gilt die Unschuldsvermutung.






